Ausgebremst – Fußball und die Zwangspause

Ein erheblicher Eingriff in unser aller Leben und Freizeitgestaltung. Wir können nicht mehr unseren gewohnten Alltag nachgehen und andere bestimmen, was wir machen und was wir nicht machen dürfen. Doch klar ist, dass diese Maßnahmen unabdingbar sind, damit die Verbreitung vom Coronavirus (COVID-19) verlangsamt wird und damit das Gesundheitssystem und die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden kann.

Für Fußballer im „Leistungsbereich“ bedeutet die Maßnahmen aber auch, dass man von einer hohen und intensiven sportlichen Leistung auf Null fällt. Es fehlen Alternativen, wie das „bolzen“ auf dem Fußballplatz, das Treffen mit Freunden und sogar der Weg zur Schule, bei dem man noch in Bewegung ist.

Sofort von 100 auf 0 – Stillstand

Kinder und Jugendliche trainieren 3x in der Woche im Verein und spielen am Samstag und vielleicht sogar noch am Sonntag. Stützpunktspieler kommen sogar auf 4x Training in der Woche. Dazu kommt noch der Schulsport, der auch wegfällt. Die Kinder und Jugendlichen sind unter der Woche unter „Volldampf“, ständig in Bewegung und können sich „auspowern“. Wenn ein Spieler, der auf diesem hohen Trainingsniveau ist und für seine Fitness einen längeren Zeitraum gar nichts macht, wird Rückschritte machen. Ein Spieler wird abbauen und einen längeren Zeitraum benötigen, bis ein bestimmtes Leistungsniveau erreicht wird. Auch wenn Kinder und Jugendliche schneller wieder das Leistungsniveau erreichen können, so verlangt der Körper und der Geist natürlich nach der sportlichen Aktivität und ein Spieler wird unzufrieden und unausgelastet, wenn die körperliche Belastung fehlt.

Mach was, aber mit einem Konzept

Damit ein Spieler sich körperlich und geistig fit halten kann, sollten während der Pause Lauf-, Koordination- und Kraft- und Stabilisationseinheiten genutzt werden. Natürlich ist es wichtig, dass ein Spieler schnell wieder an den Ball kommt, damit auch das spielerische Level wieder ausgebaut werden kann. Aus diesem Grund sollte auch der Ball mit in den Übungen eingebaut werden. Denn ein Fußballer braucht den Ball. Entscheidend ist aber auch, dass ein Spieler nicht wahllos und ohne Konzept irgendwelche Übungen intensiv angeht. Hier ist die Balance der Übungen wichtig und vor allem das altersgerechte und am Körper angepasste Training.

Ernährung

Auch sollte in der Pause ein Spieler auf seine Ernährung achten. In der Vorbereitung und in der laufenden Saison ist das Spiel- und Trainingspensum hoch bis sehr hoch und damit die körperliche Aktivität und Bewegung hoch. Der Körper verbrennt und benötigt mehr Energie. Dadurch, dass die Bewegung und damit auch die Verbrennung von Energie zurückgefahren wird, sollte dieses berücksichtigt werden, damit man nicht unnötig zunimmt. Aber Vorsicht: hier geht es nicht um Verzicht oder Verbote, sondern darum, dass man bewusst sich ernährt und darauf achtet, dass die Zufuhr von Kohlenhydraten, Eiweiße, Fette und somit Kilokalorien bei weniger Sport angepasst wird. Natürlich gehört auch dazu, dass man das Immunsystem über Obst, Gemüse und Vitamine gestärkt wird.

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